Gerhard Uhlenbruck

deutscher Immunbiologe und Aphoristiker (geb. 1929)

Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand. Nur werden die Ämter leider nicht von Gott vergeben.
Man empfindet es oft als ungerecht, daß Menschen, die Stroh im Kopf haben, auch noch Geld wie Heu besitzen.
Wer andere in den Sattel hebt, muß sich nicht wundern, wenn sie anschliessend auf dem hohen Roß sitzen.
Die Dummen haben das Pulver nicht erfunden, aber sie schießen damit.
Wir sind ein Volk der Denker, denn wir denken immer nur daran, was andere wohl von uns denken.
Geld nennt man heute Knete, weil man jeden damit weich bekommt.
Was manche Menschen sich selber vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach.
Wer am Ruder ist, reißt selten das Steuer herum.
Unsere Leistungsgesellschaft ist nicht eine Gesellschaft, in der nur Leistung gilt, sondern eine, welche bestimmt, was Leistung ist und wer sie leisten darf.
Die Indivitualität ist die höchste Form der Kreativität.
Obwohl die meisten Menschen tun, was sie wollen, wollen die wenigsten, was sie tun.
Nicht die Aufgaben sollen einem über den Kopf wachsen, sondern der Kopf soll über den Aufgaben wachsen.