Friedrich Schiller
deutscher Dichter (1759 - 1805)
Das schwere Herz wird nicht durch Worte leicht.
Wohl dem, der gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ändern kann, und preiszugeben mit Würde, was er nicht retten kann.
Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, nicht durch den Stillstand deiner Tätigkeit.
Keine Kriege werden zugleich so ehrlos und unmenschlich geführt als die, welche Religionsfanatismus und Parteihaß im Inneren eines Staates entzünden.
Einfachheit ist das Resultat der Reife.
Die schönsten Träume von Freiheit werden im Kerker geträumt.
Was man nicht aufgibt, hat man nie verloren.
Verbunden werden auch die Schwachen mächtig.
Was wir als Schönheit hier empfunden, wird bald als Wahrheit uns entgegengehn.
Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.
Ich sei, gewährt mir die Bitte, in eurem Bunde der Dritte.
Des Menschen Wille, das ist sein Glück.
Bin ich meinem Amte in der Tat nicht gewachsen, so ist der Chef zu tadeln, der es mir anvertraut.
Und die Sonne Homers, siehe! Sie lächelt auch uns.
Adel ist auch in der sittlichen Welt. Gemeine Naturen zahlen mit dem, was sie tun, edle mit dem, was sie sind.
Was Hände bauen, können Hände stürzen.
Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten.
Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort.
Wer in Unglück fällt, verliert sich leicht aus der Erinnerung der Menschen.
Dreifach ist der Schritt der Zeit: Zögernd kommt die Zukunft hergezogen, pfeilschnell ist das Jetzt entflogen, ewig still steht die Vergangenheit.