Robert Lembke

deutscher Journalist (1913 - 1989)

Es gibt Politiker, die Angst haben, ihr Gesicht zu verlieren. Dabei könnte ihnen gar nichts besseres passieren.
Einer der Hauptnachteile mancher Bücher ist die zu große Entfernung zwischen Titel- und Rückseite.
Wer spät zu Bett ging und früh herausmuß, weiß, woher das Wort Morgengrauen kommt.
Kein Mensch ist so beschäftigt, daß er nicht die Zeit hat, überall zu erzählen, wie beschäftigt er ist.
Es gibt Fernsehprogramme, bei denen man seine eingeschlafenen Füsse beneidet.
Manche Männer sind dafür geschaffen, eines Tages glückliche Witwen zu hinterlassen.
Die Wahrheit über ein Menschen liegt auf halbem Wege zwischen seinem Ruf und seinem Nachruf.
Im Flugzeug gibt es während starker Turbulenzen keine Atheisten.
Image ist eine maßgeschneiderte Zwangsjacke.
Ich kenne einen Kollegen, der den Nagel immer genau auf den Daumen trifft.
Es bekommt einer Sache besser, wenn sich einer dafür erwärmt, als wenn sich hundert dafür erhitzen.
Ordnung ist ein Durcheinander, an das man sich gewöhnt hat.
Kein Mensch ohne Charakter kann mit Würde faulenzen.
Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muß man sich verdienen.
Es gibt Gedanken, die sind klüger als die Leute, die sie haben.
Frauen lieben die einfachen Dinge des Lebens - zum Beispiel Männer.
Geliebt zu werden kann eine Stafe sein. Nicht wissen, ob man geliebt wird, ist Folter.
Wenn die Tochter heiratet, verliert ein Vater zwar die Mitgift, aber er gewinnt ein Badezimmer.
Wenn ich heimkomme, stelle ich mich direkt vor den Fernseher. Dann wissen die Kinder, daß ich zu Hause bin.
Fahre wie der Teufel, und du wirst ihn bald treffen.