Joseph Joubert

französischer Moralist (1754 - 1824)

Revolutionen sind Zeiten, in denen der Arme seiner Rechtschaffenheit, der Reiche seines Reichtums und der Unschuldige seines Lebens nicht sicher ist.
Die das Laster liebenswürdig machen, schätze ich doch höher als die, welche die Tugend erniedrigen.
Nicht Sieg sollte der Sinn der Diskussion sein, sondern Gewinn.
Zeichnen ist Sprache für die Augen, Sprache ist Malerei für das Ohr.
Man soll der Opposition stets einen Knochen zum Nagen lassen.
Der Abend des Lebens bringt seine Lampe mit.
Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit.
Um in der Welt Erfolg zu haben, braucht man Tugenden, die beliebt, und Fehler, die gefürchtet machen.
Ein einziger schöner Klang ist schöner als langes Gerede.
Man durchschneide nicht, was man lösen kann.
Es gibt ein Recht des Weiseren, nicht ein Recht des Stärkeren.
Man glaubte früher, daß die Gerechtigkeit nicht aus dem Gesetz kommen sollte, sondern das Gesetz aus der Gerechtigkeit.